Freie evangelische Gemeinde Kierspe
Kierspe mit der FeG Kierspe

An[ge]dacht


Anregungen zum Weiterdenken

Wenn et Bedde sich lohne däät

Vor Jahren bin ich auf dieses Lied der Kölsch-Rock-Gruppe BAP gestoßen. Beim Refrain bin ich hängen...[mehr]

An[ge]dacht

Wenn et Bedde sich lohne däät

Vor Jahren bin ich auf dieses Lied der Kölsch-Rock-Gruppe BAP gestoßen. Beim Refrain bin ich hängen geblieben: „Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, wat ich dann bedde däät.“ Oder etwas verständlicher: „Wenn das Beten sich lohnen würde, was meinst du wohl, was ich dann beten würde.“

Listenartig werden von Wolfgang Niedecken alle möglichen und auch unmöglichen Anliegen genannt: „Ohne Prioritäten, einfach so, wie es käme, finge ich an. Nicht bei Adam und nicht bei Unendlich, trotzdem: Jeder und jedes käme dran. Für all das, wo der Wurm drin, für all das, was mich immer schon quält. Für all das, was sich wohl niemals ändert, klar, und auch für das, was mir gefällt. Vom Choral für die Dom-Taube, die verkrüppelt in der Gosse verendet. Bis zu Psalmen für das Wetter und der Stunde mit dir, die zu kurz.“

Niedecken würde weder die Klofrau vergessen noch die Grenzen und Schranken stehen lassen. Außerdem würde er alle Waffen verbannen lassen. „Wenn das Beten sich lohnen würde …“

Doch am Ende dieses Liedes heißt es: „Vielleicht beneide ich auch die glauben können, doch was soll’s, ich jage doch kein Phantom.
Gott, wäre Beten doch bloß nicht so sinnlos.“

Nicht nur für den mittlerweile 66jährigen Wolfgang Niedecken geht es in diesem Lied und beim Gebet um die Frage, ob es sich lohnt und auch wirklich funktioniert. Doch selbst ein oberflächlicher Blick in die Bibel scheint es ja zu bestätigen: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ (Matthäus 7, Vers 7 - 8).

Aber der Mann aus Nazareth, der uns mit diesen Versen zum vertrauenensvollen Beten einlädt, macht zugleich auch deutlich, dass Gott nicht der Weihnachtsmann ist, der alle unsere Wünsche erfüllt. Gott sehnt sich vor allen Dingen nach einer wirklichen Beziehung zu seinen Menschenkindern, wie die Geschichte vom verlorenen Sohn aus Lukas 15 so eindrücklich zeigt. Genauso wie meine Ehe vom gemeinsamen Gespräch lebt, so brauche ich auch das Gespräch mit Gott, um als Mensch geerdet zu sein.

Nein, weder meine Eltern noch meine Frau haben mir jeweils alle meine Wünsche erfüllt. Oft war sogar das Gegenteil der Fall. Dennoch brauchten wir das gemeinsame Gespräch, um einander verständlich zu machen und immer wieder neu auch gemeinsame Wege zu finden. Sprachlosigkeit in Beziehungen ist der Anfang vom Ende.

Der württembergische Landesbischof Hans von Keler prägte den Satz: „Das Gebet ersetzt keine Tat, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann.

„Ora et labora – bete und arbeite“ – lautet der Grundsatz des Ordens der Benedektiner.

Unsere immer verrücktere Welt braucht engagierte Menschen, die sich einsetzen für die Gerechtigkeit, den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung. Daneben brauchen wir aber genauso ein Aufatmen für unsere Seele in einer immer schneller und hektischer werdenden Zeit. So könnten wir das Gespräch mit Gott als ein Atmenholen für unsere Seele neu für uns entdecken.

Siegfried Ochs

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

2. Korinther 5,17

Gottesdienst: Treue und nicht Gier (Matthäus 5, 27 - 30)


Datum:  29.04.2018
Beginn:  10:00 Uhr

Gottesdienst: Lebenslang und nicht beliebig (Matthäus 5, 31 - 32)


Datum:  06.05.2018
Beginn:  10:00 Uhr

Gottesdienst an Christi Himmelfahrt: Himmelfahrt


Datum:  10.05.2018
Beginn:  10:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst


Datum:  13.05.2018
Beginn:  10:00 Uhr

Gottesdienst: Pfingsten


Datum:  20.05.2018
Beginn:  10:00 Uhr

Bundesjugendtreffen


Datum: 19.05. bis 21.05.2018